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08.12.2009

Ende der ersten Phase des Projekts „Gemeinsame, sichere und gesunde Arbeit“ in Chernovcy

Am 17. Dezember, dem Internationalen Tag der Bekämpfung von Gewalt gegen Sexarbeiter, findet in Chernovcy die Konferenz „Sexarbeit: Mythen und Realität“ statt. Sie stellt den offiziellen Abschluss der ersten Phase des Projekts „Gemeinsame, sichere und gesunde Arbeit“ im Rahmen der „Deutsch-Ukrainischen Partnerschaftsinitiative“ dar. Ziel der Veranstaltung ist es die Ergebnisse des letzten Jahres zu diskutieren sowie Pläne für die kommende Projektphase zu entwickeln.

Ein weiterer Aspekt der Konferenz ist es, die ukrainische Öffentlichkeit auf fehlende Toleranz und die  schwierige rechtliche Lage von Menschen, die kommerzielle Sexdienstleistungen anbieten, aufmerksam zu machen.

Das Projekt, „Gemeinsame, sichere und gesunde Arbeit“ hat zum Ziel, zusammen mit kommerziellen Sexarbeiterinnen (KSA), Strategien des Umgangs mit HIV-Infektionrisiken zu entwickeln und Fertigkeiten der Gewaltprävention bei der Arbeit zu vermitteln.

Unter Mitarbeit der deutschen Experten von “Ragazza” und “Tampep”, die auf Arbeit mit KSA spezialisiert sind, wurden 11 Freiwillige im Rahmen des Projektes trainiert. Vermittelt wurde Wissen zu HIV/AIDS-Prävention und der Senkung von Infektionsrisiken anderer sexuell übertragbarer Krankheiten. Weitere Themen waren die Vorbeugung von Stigmatisierung und Diskriminierung, sowie aktiver Selbstschutz. Die erworbenen Kenntnisse wurden von den Multiplikatoren bereits an 120 Kolleginnen weitergegeben.

Außerdem wurde im Rahmen des Projekts ein Netzwerk von KSA-freundlichen Ärzten, Psychologen, Pädagogen und Sozialarbeitern gegründet, die vorurteilslos und diskriminierungsfrei KSA ihre Leistungen anbieten.

Neben den Schulungen wurden aktiv öffentlichkeitswirksame Maßnahmen durchgeführt. Der ukrainische Projektpartner «Leben um zu leben»  veranstaltete unter anderem ein Treffen zwischen Journalisten und Freiwilligen des Projekts. In einem offenen Gespräch konnten sich die KSA-Multiplikatoren mit Journalisten unterhalten und über Schwierigkeiten im physischen, psychologischen und rechtlichen Bereich berichten.

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