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09.03.2011

Abschlusskonferenz Partnerschaftsinitiative

In Kiew fand kürzlich die Abschlusskonferenz der Förderphase 2008-2010 der ‚Deutsch-Ukrainischen Partnerschaftsinitiative zur Bekämpfung von HIV/AIDS‘ statt. Die Abschlusskonferenz wurde von Larissa Kryvoruk (Gesundheitsministerium der Ukraine), Ines Perea (Bundesministerium für Gesundheit), und Martin Kade (GTZ-Programm zur Bekämpfung von HIV/AIDS in Osteuropa) eröffnet.

Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ministerien auf nationaler Ebene wird vor allem zur Unterstützung des ukrainischen Gesundheitsministeriums bei der Umsetzung der Nationalen Aufklärungskampagne zur Prävention von HIV/AIDS «Gib AIDS keine Chance!» erwartet.

Themen des Treffens waren Erfolge und Herausforderungen der Einzelprojekte für den Förderzeitraum 2008-2010 Weiterhin wurde die externe Evaluierung der Initiative von Zhanna Parkhomenko (ukrainische Expertin) vorgestellt und mit den Teilnehmern diskutiert.

Die Partnerschaftsinitiative wurde im Rahmen der Evaluierung durchweg positiv bewertet. Zum Zeitpunkt der Evaluation (Sommer 2010) entsprachen die meisten Aktivitäten den erklärten Zielen. Die Initiative wies eine große thematische Bandbreite angemessener Förderrichtungen für nationale, regionale und lokale Partner auf und orientierte sich stark an Bedarf und Nachfrage. Im Allgemeinen wurde die Partnerschaftsinitiative mit Stufe 2 („gutes Ergebnis ohne wesentliche Mängel“) bewertet, so dass sie im Rahmen der deutschen und ukrainischen Strategien zur HIV/AIDS Bekämpfung als erfolgreiches Projekt in der Entwicklungspolitik gesehen wird.

Die Partnerschaftsinitiative unterstützte das ukrainische Gesundheitsministerium im Jahr 2010 bei der Entwicklung und Durchführung der Präventionskampagne „Gib AIDS keine Chance!“ und förderte 7 bilaterale Projekte auf der nationalen, regionalen und lokalen Ebene:

  • Primärprävention von HIV/AIDS an allgemeinbildenden Schulen (Katholische Hochschule Freiburg und Lehrerfortbildungsinstitut Chernovcy)

  • „Netzwerk“ – Entwicklung des Netzwerkes von MSM-freundlichen Professionellen und Prävention von HIV unter MSM (Connect Plus e.V. und das Regionale Informations- und Rechtschutzzentrum für Schwule und Lesben „Nash Mir“)

  • „Gemeinsames, sicheres und gesundes Arbeiten“ - Entwicklung des Netzwerkes von Prostituierten-freundlichen Professionellen und Prävention von HIV unter FSW (Connect Plus e.V. und „Zhyttya zaradi Zhyttya“ Chernovcy)

  • Qualifizierung ehrenamtlicher HIV/AIDS- und Suchtberater (Renovabis und Caritas-Spes)

  • Klinikpartnerschaft Berlin-Donezk (AVK Sozialprojekte und AIDS-Zentrum Donezk);

  • Weiterentwicklung der Lavra Klinik Kiew als nationales Center of Excellence für HIV-Therapie und seine Integration in das IPH (HIVCENTER der J.W.Goethe-Universität Frankfurt und Lavra-Klinik Kiew);

  • Analyse von Patientendaten und Stärkung des Systems der HIV/AIDS-Patientenbericht-erstattung (Robert-Koch-Institut, Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation und Ukrainisches AIDS-Zentrum am Gesundheitsministerium).

Weitere Informationen unter: www.hiv-initiative-ukraine.org

 

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